Funken am Sternenhimmel

Das neue Jahr

Quadrantiden im neuen Jahr – Der letzte Becher Wein ist ausgetrunken, die letzte Flasche Bier aufgeräumt und die letzten Überreste des gigantischen Feuerwerks weggekehrt, so überrascht uns gleich am Jahresanfang ein neues Funkeln am Sternenhimmel.

Viele werden sich gleich zu Jahresanfang gedacht haben: “Was sehe ich denn da? Zünde da jemand noch ein Feuerwerk”? Dem ist nicht so. Die ganz einfache Erklärung: Es sind die ersten Sternschnuppen des Jahres bzw. der erste Meteoritenschauer, auch Quadrantiden genannt.

Quadrantiden – was?

Die Quadrantiden sind ein Meteorstorm, den man als Sternschnuppen am Himmel jedes Jahr immer wieder sehen kann. Seinen Ursprung hat der Meteorstorm anscheinend im Sternbild Bärenhüter (lat. Bootes), weswegen sie auch ab und zu Bootiden genannt werden. Die Quadrantiden wurden deshalb auch nach dem einstigen Sternbild Mauerquadrant benannt, was heute einfach nur ein Teil des Bärenhüters ist.

Und ich hab ihn verpasst?

Höchst wahrscheinlich. Die Quadrantiden verpasst man nämlich sehr leicht, denn der Höhepunkt des Meteorstorms war dieses Jahr schon am 3. Januar um drei Uhr nachmittags. Im hellen Schein der Sonne ist dann leider nicht viel zu sehen. Jedoch sind die Quadrantiden oft kurz aber heftig: Bis zu 120 Sternschnuppen flitzen so pro Stunde durch den Himmel. Wenn es dann ab Sechszehn Uhr abends dunkler wird, sollte man ausschau halten – im nächsten Jahr dann.

Wie viele Sternschnuppen werden ich nun sehen?

Leider leuchten die Quadrantiden nur so hell wie Sterne zweiter Klasse. Man sollte also nicht zu viel erwarten und seine Erwartungshaltung in dem Fall ein bisschen senken. Der Mond stört im Januar meistens nicht. Wichtig wäre z.B. die in der Fachliteratur genannte Gröe der maximalen Fallraten, oder kurz ZHR, was eine theoretische Größe ist. Sie könnten den Meteorschauer dann sehen, wenn der Radiant eines Meteorschauers senkrecht über Ihnen im Zenit wäre. Steht er tiefer, sinkt die Zahl deutlich. Ist der Radiant nah am Horizont, werden Sie nur einen Bruchtteil der maximalen Fallrate entecken. Der Ausgangspunkt des Schauers ist im Norden und sehr tief im Horizont, dadurch sieht man leider nur ein Fünftel der Sterne, die möglich wären.

Was ist eigentlich eine Sternschnuppe?

In der Fachsprache ist eine Sternschnuppe nichts anderes als ein Meteor. Meteore sind im weiteren Sinne Leucht – und Wettererscheinungen in der Erdatmosphäre und an der Erdoberfläche. Sollte etwas in der Hochatmosphäre verglühen, so wird es Sternschnuppe genannt. Die meisten Sternschnuppen die wir sehen, sind deshalb folge davon, dass die höchste Schicht der Erdatmosphäre eine alte Schweifspur eines Kometen berührt. Beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen diese Überreste des Kometen und regen so die Umgebung zum glühen und leuchten an. Das heißt, man sieht im Grunde nicht wirklich den Kometen verglühen, sondern die erhitzte Luft, die der Komet passiert hat. Es ist sozusagen die alte Bewegungsspur des Kometen. Meteor-Schwärme haben ihre eigenen Perioden in denen sie um die Erde kreisen. Dadurch sind sie aber auch berechenbar. So treten die Quadrantiden jedes Jahr im Januar in Erscheinung. Wer die Quadrantiden 2017 verpasst hat, kann es im neuen Jahr 2018 wieder versuchen. Wer sein Glück versuchen will, kann jede Nacht im Januar in den Himmel schauen. Es gibt noch weitere Sternschnuppen-Schwärme am Himmel im Januar. Diese haben aber eine so geringe Aktivität mit lediglich drei bis fünf Sternschnuppen pro Stunde, dass sich das Warten kaum lohnt.

Meteor, Meteoroid, Meteorit

Die Begrifflichkeiten sind so Konfus, das selbst Erfahrene Autoren und Wissenschaflter diese oft verwechseln – oder man sagt etwas unabsichtlich und meint doch etwas anderes. Ein Meteor ist der Lichtstrahl, die Lichterscheinung, die entsteht, wenn ein Himmelskörper die höchste Ebene der Atmosphäre erreicht. Der Körper des Meteors, also der physische “Stein”, der die Atmosphäre betritt ist ein Meteoroid. Meteoriten sind dann aber die Überreste, die man dann auf dem Erdboden findet und den Menschen als Halsschmuck oder Sammlerobjekte verkauft.

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Mehr zum Thema & Quellen:

Bildquelle: Pixabay.de, bbanting

Sternschnuppen & Meteore im BR, Author: Heike Westram, Letzter Aufruf: 17.01.2017

Wikipedia, CC3.0 und GNU-Public-Lizenz, eine Liste der Autoren findest du auf der Wikipedia-Seite, Letzer Aufruf:17.01.2017

Meteor auf Wikipedia, CC3.0 und GNU-Public-Lizenz, eine Liste der Autoren findest du auf der Wikipedia-Seite, Letzter Aufruf:17.01.2017