Phönix

Das Sternbild Phönix

Das Sternbild Phoenix (zu deutsch wie zu lateinisch) befindet sich als Sternbild im Südhimmel. Auf Grund der Tatsache, dass es sich um einen Stern des Südhimmels handelt, ist das Sternbild kaum aus Deutschland zu sehen. Man kann es natürlich in den südlicheren Breiten wie z.B. aus der Schweiz, Österreich oder Italien sehen. Aus Deutschland jedoch bekommt man vom Phoenix lediglich die Spitze zu sehen, wenn man Glück hat, und auch nur im äußersten Süden Deutschlands.

Herkunft des Phönix

Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Sternbild Phönix von den Seefahreren Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de Houtman eingeführt. Daraufhin übernahm auch der Astronom Johann Bayer in seinem berühmten Werk “Uranometria” dieses Sternbild im Jahre 1603.

Das Sternbild Phönix gehört auf Grund der sog. Präzession nicht zu den 48 Sternbildern der Antike. Warum das so ist? Ganz einfach. Wegen der Präzession “wandern” die Sterne und Sternbilder im laufe der Jahre, und der Phönix war zu dieser Zeit noch gar nicht zu sehen. Als kleines Beispiel: In 9000 Jahren wird das Sternbild soweit gewandert sein, dass man es auch aus Dänemark sehen können wird.

Mythen und Sagen

Laut Überlieferungen ist der Phönix lediglich ein Vogel, der bei der Schöpfung der Welt in der ägyptischen Mythologie den Menschen auf dem sogenannten “Urhügel” erschienen war. Der Phönix war die Personifikation des Sonnengottes Rah und wurde dann später von den Griechen und Römern aufgegriffen. Deshalb ist die Art und Weise, wie wir den Phoenix heutzutage kennen, z.B. aus den bekannten “Harry Potter”-Filmen erst im 1. Jahrhundert nach Christus entstanden. Das Bild des Vogels, der stirbt und sich wieder selbst erweckt (sozusagen aus seiner Asche steigt) ist wohl viel mehr eine Anlehnung an die Wiedergeburt (bzw. die Überlieferung der Wiedergeburt) von Jesus Christus.

Wichtige Daten und Fakten

  • Die Rektaszension reicht von 23h 26min 46s bis 2h 25min 03s
  • Die Deklination reicht von -57°50’54” bis -39°18’14’
  • In Mitteleuropa nicht sichtbar
  • Der hellste Stern ist “Ankaa“, mit einer Mag von 2,39
  • Die Nachbarn des Sternbild Phönix sind Bildhauer, Kranich, Tukan, kleine Wasserschlange, Eridanus, Chemischer Ofen

Lustige Information: Im Bereich des Phönix sahen die Araber früher keinen Vogel, sondern ein Boot.