Schiffskompass Pyxis

Das Sternbild Schiffskompass

Im Süden relativ schwer zu finden ist der Schiffskompass, der auch auf seinen lateinischen Namen Pyxis hört. Dieses Sternbild, dass sich südlich von der Wasserschlange, lateinisch Hydra, befindet hat sehr viele schwach leuchtende Sterne. Der hellste Stern hat gerade Mal eine Magnitude von 3,68 (was einer Helligkeit der 4. Größenklasse entspricht).

Die Geschichte des Sternbildes Schiffskompass bzw. Pyxis beginnt im Jahr 1756. Der französische Astronom Nicolas Louis de Lacaille führte das Sternbild westlich des antiken Sternbildes Argo Navis, dem Schiff der Argonauten. 7 Jahre später, im Jahr 1763 war Ihm sein Sternbild wohl zu Groß geworden und er unterteilte es noch einmal. Die Unterteilung wurde wie folgt geführt:

  • Achterdeck des Schiffs – Puppis
  • Segel des Schiffs – Vela
  • Kiel des Schiffs – Carina

Die Sterne, die damals zwischen Segel und Schiffskompass gelegen haben, wuren früher auch als Mast bezeichnet.

Daten und Fakten zum Schiffskompass:

  • Kürzel: Pyx
  • Rektaszension: 8h 26min 43s bis 9h 27min 37s
  • Deklination: -37°17’31” bis -17°24’41”
  • Vollständig sichtbar von 63° Nord bis 90° Süd
  • In Mitteleuropa vor allem im Winter zu beobachten

Die nächsten Nachbarn von Pyxis sind jeweils im Urzeigersinn vom Norden ausgehend:

  • Wasserschlange
  • Achterdeck des Schiffs
  • Segel des Schiffs
  • Luftpumpe

Wichtige Sterne und Deep-Sky-Objekte im Schiffskompass / Pyxis

Leider hat der Schiffskompass sehr wenige helle Sterne, der hellste Stern ist Alpha Pyxidis, mit einer Helligkeit von gerundeten 3,7 mag. Um so bedeutender ist jedoch die folgende Tatsache: Nordöstlich von Alpha Pyxidis befindet sich der Stern “T Pyxidis”. Dieser Stern ist ein sogenannter “Novastern”. Dieser kann innerhalb kürzester Seit seine Helligkeit extrem ansteigen sowie absteigen lassen. Im Laufe der Jahre wurde beobachtet, wie der Stern seine Magnitude von 14 mag auf 6,5 mag erhöht hatte um dann wieder zu verschwinden und wieder aufzutauchen. Dieser Stern befindet sich 6000 Lichtjahre von uns entfernt. Nützlicher Fakt: Das Hubble-Teleskop fotografierte im Jahre 1998 die Supernova-Trümmerwolke von T-Pyxidis spektakulär.

Des Weiteren gibt es aber natürlich auch ein paar spannende Deep Sky Objekte (“Offene Sternhaufen”). Einer dieser offenen Sternehaufen ist zumindest für die Australier von Bedeutung. Der Sternehaufen NGC 2118 enthält einen sogenannten “Planetarischen” Nebel, der am 28. Mai 1826 von dem Astronom James Dunlop (schottischer Herkunft) entdeckt wurde. Dieser Nebel befindet sich 10.000 Lichtjahre entfernt.