Sternenkatalog

Was ist ein Sternenkatalog?

Ein Sternenkatalog ist im Grunde nichts anderes, als ein Buch oder eben ein Katalog, in dem Sterndaten gefasst und gespeichert werden. Laut wikipedia¬ ist ein Sternenkatalog

Zitat wikipedia: “Sternkataloge dienen in der Astronomie dazu, eine gro√üe Anzahl von Sternen nach verschiedenen Eigenschaften in Buchform zu listen oder auf Datenbanken zu verspeichern”

Dabei sind die wichtigsten Stammdaten die zu einem Stern geh√∂ren seine Sternposition im Himmelskoordinatensystem, die Eigenbewegung dieses Sterns sowie seine Spekralklasse. Da es im Grunde unendlich viele Sterne gibt, werden diese in Katalogen mit Nummern eingetragen um so Verwechslungen vorzubeugen und einen einheitlichen wissenschaftlichen Standard zu f√ľhren.

Sternenkatalog und Geschichte

um ca. 300 v.Chr. – Timochris von Alexandria

Einer der fr√ľhesten Kataloge in denen Sterne zusammengefasst wurde war der Sternenkatalog von Timochris von Alexandria. Timochris war ein griechischer Astronom und Philosoph der ca von 320 v.Chr bis 260 v.Chr gelebt hat. Sein Katalog gilt sogar als wohl der erste Sternenkatalog der Geschichte. Timochris erstellte diesen Sternenkatalog ungef√§hr im Jahr 300 v. Chr. Timochris war auch der erste Astronom, der erkannte, dass der Merkur existiert und auch Aufzeichnungen dar√ľber machte.

um ca. 150 v.Chr. РHipparchos von Nicäa

Der Katalog von Timochris wurde dann sp√§ter von Hipparchos weitergef√ľhrt und etwas mehr vervollst√§ndigt. Hipparchos lebte von 190 bis 120 v. Chr und war wohl der bedeutendste griechische Astronom seiner Zeit. So gilt er auch als Gr√ľnder der wissenschaftlichen Astronomie.

Hipparchos war zu dem nicht nur Astronom sondern auch Mathematiker und Geograf. Seine Arbeitsweise war extrem präzise und ermöglichte es ihm wissenschaftliche Ergebnisse zu präsentieren, die nur minimal von denen unserer Zeit abweichen. So gehören zu seinen Errungenschaften:

  • Er entdeckte die langsame Pr√§zession bzw. Verschiebung der √Ąquinoktien
  • Er berechnete die l√§nge eines tropischen Jahres. Seine Berechnung weicht nur um 6,5 Minuten von modernen Messungen ab!
  • Er entwickelte eine Methode, mit der man Positionen auf der Erde mit geografischer Breite und L√§nge ermitteln konnte
  • Und er ver√∂ffentliche bis dahin wohl besten Sternenkatalog, der ca. 900 Sterne umfasste und entwarf die dazugeh√∂rige Sternkarte

um ca. 150 n.Chr РDer Almagest von Ptolemäus


Ptolem√§us √ľberliefert das wohl bedeutenste Werk der Antike im Bereich Astronomie und Sternenkunde – sein Buch “Almagest”. Ptolem√§us war in erster Linie Mathematiker und hat deshalb die Planetenbahnen ziemlich genau berechnet. Seine Berechnungen waren so genau, dass sie vom 2. Jhd bis ins 17. Jhd als Standardwerk in der Astronomie benutzt wurden. Kritiker jedoch bem√§ngeln, dass Ptolem√§us wirklich selber die Berechnungen getan haben soll. Anscheinend hat er viel von Hipparchos kopiert und es als sein eigenes Werk herausgegeben, was jedoch zu der Zeit nicht un√ľblich war. Man sollte Ptolem√§us Almagest deshalb nicht als ein Werk im Bereich Grundlagenforschung betrachten sondern als Ansammlung des gesamten Wissens √ľber die Astronomie in der Antike. Und so etwas die den Almagest hat es bis zu Ptolem√§us erscheinen nicht gegeben.

Der Almagest gilt deshalb auch als Höhepunkt und Abschluss der griechischen Astronomie.

1603 n.Chr.- Uranometria


Der deutsche Astronom Johann Bayer ver√∂ffentlichte 1603 den Himmelsatlas “Uranometria”. Es war die bis dahin genaueste Sternenkarte. Uranometria enthielt aber lediglich nur die Sterne, die mit dem blo√üen Auge zu sehen waren, da das Teleskop zu der Zeit noch nicht erfunden war. Mit seinem Buch f√ľhrte Bayer das System zur Bezeichnung der Sterne mit griechischen und lateinischen Buchstaben ein. Diese sog. Bayer-Bezeichnung wird noch heute verwendet!

Sternenkataloge aus der Neuzeit

In unserer heutigen Zeit f√§llt es Astronomen viel leichter die Umgebung um die Erde zu erkunden. Die Teleskope sind Leistungsf√§higer und Satelliten dringen in die Tiefen des Weltalls ein. Ein Sternenkatalog ist somit nie vollst√§ndig – er kann es auch nicht sein. Das Universum ist “unendlich” gro√ü (man nimmt dies zumindest an) und somit gibt es auch eine unendliche Anzahl an Sternen – die man jedoch nicht sieht oder nur mit verst√§rkten Teleskopen. Die wichtigsten Kataloge aus unserer “Neuzeit” sind deshalb Folgende:

Wir sehen also, dass es nicht “den” Sternenkatalog gibt. Es gibt auch nicht “die” genauen Bezeichnungen. Im Grunde ist es so, dass sehr wenige Sterne einen wissenschaftlich anerkannten Namen besitzen. Die restlichen Sterne werden in solchen Katalogen und Datenbanken gef√ľhrt.

√úber Sterntaufe Europa

Sterntaufe Europa erm√∂glicht es jedem √ľber eine Sternentaufe einen Stern zu kaufen, zu benennen und diesen anschlie√üend diesen Stern zu verschenken.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sternkatalog
https://de.wikipedia.org/wiki/Almagest
https://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_Ptolem%C3%A4us
https://de.wikipedia.org/wiki/Timocharis_von_Alexandria
https://de.wikipedia.org/wiki/Hipparchos_(Astronom)
https://de.wikipedia.org/wiki/Almagest
https://de.wikipedia.org/wiki/Uranometria
https://de.wikipedia.org/wiki/Bayer-Bezeichnung

Bildquelle: pexels @ pixabay.com – Link:¬https://pixabay.com/de/sonnensystem-planeten-raum-566537/ [letzter Aufruf: 21.03.2017]