Venus im Janaur

Eine Planetenübersicht von Sterntaufe Europa

Im Januar sind alle Planeten zu sehen auch die Venus. Auch wenn vielleicht nur für geübte Beobachter. Denn was viele als Sterne am frühen Nachthimmel deuten, sind zwar Sterne – aber im engeren Sinn unsere Nachbarn. Diese leuchten viel Stärker als die weit entfernten Sterne anderer Sonnensysteme und Galaxien. Auf Grund der unterschiedlichen Geschwindigkeiten mit der die Planeten unseres Sonnensystems die Sonne umkreisen, stehen sie jede Nacht etwas anders da.

Die Venus, mit dem Polarstern zu verwechseln

Als Planet am Himmel erscheint die Venus im Januar als hellster Stern. Unsere helle Nachbarin ist zu dieser Jahreszeit fast schon mit dem Polarstern zu verwechseln. Sie sehen die Venus auch dann, wenn es schon düster geworden ist und andere Sterne ihren Platz einnehmen. In den seltensten Fällen ist dies im Jahr der Fall. Warum ist das eigentlich so? Das liegt daran, weil die Venus im Januar am weitesten von der Sonne seitlich entfernt ist. Aus unserer Sicht bedeutet das: Sie scheint sehr hell auf die Erde.

Das erklärt auch, weshalb die Helligkeitswerte der Venus im Januar auf bis zu -4,7 mag steigen und sie deshalb der hellste Stern neben Sonne und Mond am Himmelszelt ist. Deshalb ist die Venus am Besten eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang gegen Monatsende zu sehen.

Mars, fast nicht zu sehen

Die Helligkeit von Mars nimmt im Vergleich zur Venus rapide ab. Nur 1 mag beträgt die Helligkeit des Mars im Januar – für geübte Beobachter ist er trotzdem sichtbar. Etwas weiter links oben von der Venus positioniert. Beide Planeten wandern durch den Wassermann auf die Fische. Bis zirka 21 Uhr können sie die beiden Partner am Himmel sehen – spätestens dann aber ist es Finster und man findet kaum eine Spur davon, dass die beiden je da gewesen sein sollen.

Neptun, nur ein Korn im Weizenfeld

Mit einer Helligkeit von gerade Mal 7 mag ist Neptun kaum am Himmelszelt zu sehen. Der entfernte Planet ist so weit weg, dass man seine Position nur erahnen kann. Mit dem Teleskop sehen sie Neptun weit entfernt, wie er Venus und Mars einholt. Seine Helligkeit nimmt dann auf 7,9 mag zu und lässt ihn dann kaum erkennbar.

Uranus, Neptuns Nachbar

Uranus lässt sich mit dem Teleskop dagegen leicht beobachten. Der Nachbar von Neptun steht links von Mars und Venus in den Fischen. Für eine Beobachtung mit dem Auge sollte man ab 18:30 damit anfangen den Uranus zu suchen. Nutzer eines Teleskop sollten jedoch lieber etwas später nach dem Uranus ausschau halten – wenn Uranus etwas tiefer steht.

Jupiter im Morgengrauen

Mit einer Helligkeit von -2,1 mag leuchtet der Jupiter etwas weniger hell als Venus. Der größte Planet im Sonnensystem ist aber auf Grund seiner schieren Größe am Himmelszelt einfach zu entdecken, auch wenn er nicht so hell wie Venus leuchtet. Nach zirka zwei Uhr morgens kann man den Jupiter beobachten.

Merkur im Januar

Der Merkur strahlt als kleines Pünktchen zum Frühstück. Nur selten ist der Merkur soweit von der Sonne entfernt, als dass man ihn am Himmelszelt beobachten kann. Zwischen dem 10. und 24. Januar ist er deshalb besonders gut zur frühen Morgenstunde zu sehen. So gegen halb Sieben und leuchtet mit einer Helligkeit von -0,2 mag.

Saturn, nur eine Stunde am Morgen

Der Saturn ist morgens zwischen 6 und kurz nach 7 Uhr zu sehen. Nachdem er seine Runde um die Sonne im Dezember gedreht hatte, kommt er langsam wieder zum Vorschein – auch wenn nur für kurze Zeit. Der Saturn ist dann ein kleines Stückchen rechts über Merkur und etwas weiter links von Jupiter entfernt.

Für eine genau Positionsbestimmung empfehlen wir die Ansicht über www.stellarium.org

Bildquelle: skeeze, pixabay

Quellen: www.br.de , www.astronews.com